Wolloholiker - der Blog

…für lila Zimtstangen und die, die an der Nadel hängen…

Die verstrickte Dienstagsfrage vom Wollschaf #08/2014

150 150 lila Zimtstange
Die verstrickte Dienstagsfrage vom Wollschaf

Die verstrickte Dienstagsfrage vom Wollschaf

Ich stricke von Hand und lese sehr gerne Strickblogs. In einigen wird vom Stricken mit Maschinen berichtet. Ich sehe Schals und oft auch Pullover etc. Nun meine Frage/Fragen dazu. Was spricht für eine Maschine, was dagegen, was geht nicht mit einer Maschine, für welche Stricktechniken sind Maschinen eine Erleichterung und natürlich zum Schluß – wie kompliziert ist der Umgang mit einer Maschinen, wieviele Strickstücke brauchts, bis man das kann?

Vielen Dank an Claudia für die heutige Frage!

–> Oh ja, auch die lila Zimtstange strickt von Hand und liest sehr gerne Strickblogs. Allerdings hat sich die lila Zimtstange letztes Jahr auf einem Flohmarkt in Bremen eine Brother-Strickmaschine zugelegt, weil sie die Vorteile einer Strickmaschine nutzen wollte…

Die Vorteile einer Strickmaschine (wenn ich es denn dann mal beherrsche, denn ich wäre keine „Maschinenelse“ wie die Mädels aus meinem Stricktreff immer wieder betonen….):

  • Zeitersparniss beim Socken stricken auf dem Doppelbett von mindestens 10 Stunden à Paar
  • faszinierende Technik

Die Nachteile einer Strickmaschine:

  • Jes, und aus den durch mich üppig geschilderten Vorteilen, ergeben sich folglich auch schon meine Nachteile: ich habe es noch nicht kapiert, auch nicht nach Minimum 20-30 Stunden rumprobiererei… (und das Mistding verliert immer noch Maschen an den Seiten)

Spaß beiseite, eine Strickmaschine ist, wenn man sie neu oder auch gebraucht kauft oftmals teuer in der Anschaffung. Deshalb sollte man gut überlegen ob man sich eine Maschine wirklich anschafft. Bei meiner ist es so, dass die Maschine die ich habe schon seit Jahren nicht mehr hergestellt wird. Ich meine auch irgendwo in den Weiten des Internets gelesen zu haben, dass der Hersteller die Produktion grundsätzlich eingestellt hat. Hierauf möchte und kann ich mich jedoch nicht festlegen. (Man kann mich gerne eines Besseren belehren, dann editiere ich meinen Blogbeitrag gerne.) Demzufolge ist es schwierig ein Ersatzteil zu bekommen, bzw. eine Bedienungsanleitung. Letzteres werden oft (so ging es mir in einem Onlineshop) für teures Geld verkauft und sind dann schlechte Kopien die man teilweise auch noch schwer entziffern kann. Bei meinem Zauber-Knatter-Kasten vom Flohmarkt war eine Anleitung dabei, allerdings in holländischer Sprache. Zuerst dachte ich, ich könnte mittels der Bilder und Tante Google die holländische Anleitung übersetzen. Ging jedoch nicht, denn die Fachbegriffe sind zu speziell und die Bilder dazu reichen längst nicht aus.

Allein schon wenn ich daran denke wie lange ich gebraucht habe mit Unterstützung einer Freundin die seit vielen Jahren mittels einer Strickmaschine strickt, das „Ding“ aufzustellen, möchte das keiner glauben. Inzwischen kann ich jedoch mit dem Einbett glatt rechts stricken und mit dem Doppelbett ein einfaches rechts-links Bündchen. Allerdings verliere ich rechts und links vom Gestrick Maschen, so dass ich just gerade vor dem Problem stehe was der Fehler ist und hier ausprobieren muss. Ich habe mich im Internet umgehört, und mir wurde geraten, eine Maschenbremse (wenn das der Begriff war) zu erneuern. Das muss unter dem Schlitten ein „flexiblerer“ Streifen sein, den es jedoch nicht mehr zu kaufen gibt. Ich könnte jedoch selbstklebende Fensterdichtungen in der und der Dicke und Breite verwenden. Möglicherweise wäre dies das Problem.

Und nun stehe ich vor dem Problem, habe noch keine konkrete Vorstellung wie ich an den „Flexiblen“ Streifen herankomme, hier müsste ich wieder das Bild der Anleitung genauer sehen können, wie schon erwähnt ist die Kopie schlecht…. Und ich muss mindestens 6 Stunden ungestört am Stück haben um tüfteln zu können, den Fehler zu finden, zu beheben und um dann weiter über zu können. Letztlich um überhaupt irgendetwas mit der Maschine zu nadeln.

Vor- und Nachteile, das Abenteuer mit meiner Strickmaschine. Und ich schwöre, ich werde so lange keine Ruhe geben bis ich es kann! Denn meine Freundin, die oben aus dem Text, strickt Socken mit Bumerangfersen auf der Strickmaschine und benötigt für die Größe 44 oder 45 ca. eine Stunde pro Socken. Und ich werde das wenn nicht in diesem Jahr, dann spätestens im nächsten Jahr noch lernen, versprochen. Und dann bin ich eine glückliche und stolze Maschinenelse!

Das war die maschinen-verstrickte Dienstagsfrage, liebe Grüße, Gabriele

2 Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.